News

Jugendminister Mitterlehner zeichnete Österreichs innovativste Schülerinnen und Schüler aus

 

 

Jugend Innovativ-Bundesfinale 2011: Sechs Sieger/innen-Teams aus Oberösterreich, Salzburg und Wien

 

Wels, Wien (OTS).  Wirtschafts- und Jugendminister Reinhold Mitterlehner zeichnete am Freitagabend im WELIOS Science Center in Wels die Preisträgerinnen und Preisträger von Jugend Innovativ aus. Sechs Teams aus den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg und Wien konnten sich in ihren Kategorien gegen insgesamt 549 Projekte durchsetzen. "Jugend Innovativ ist ein ideales Sprungbrett für Nachwuchsforscher, die ihre neuen Ideen in ausgereifte Produkte und Dienstleistungen umsetzen. Damit schaffen wir die Basis für die künftige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich", betonte Mitterlehner. "Denn Innovationsgeist zahlt sich nachhaltig aus: Alle Teilnehmer erwerben Schlüsselqualifikationen für den späteren Berufseinstieg, wie Teamfähigkeit und Problemlösungskompetenz. Dazu können sie erste Kontakte zu Unternehmen knüpfen", so Mitterlehner im Rahmen der Siegerehrung.

 

Mit 549 innovativen Projekten in den Kategorien Design, Business, Science, Engineering, Klimaschutz sowie Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und rund 1.800 beteiligten Schülerinnen und Schülern verzeichnete die 24. Wettbewerbsrunde einen neuen Teilnahme-Rekord. Den Einzug ins dreitägige Finale des österreichweiten Innovationswettbewerbs hatten 28 Teams geschafft.

 

Sechs Schüler/innen-Teams überzeugen mit Spitzenleistungen

Der jährlich stattfindende Schulwettbewerb wird vom Wirtschaftsministerium und vom Unterrichtsministerium finanziert und von der Förderbank austria wirtschaftsservice (aws) abgewickelt. Die klassischen Bereiche wie Engineering, Business, Science und Design wurden mit Unterstützung der Sponsorpartner Raiffeisen Klimaschutz Initiative und T-Systems Austria um die Sonderpreis-Kategorien Klimaschutz und IKT erweitert.
Im Finale der aktuellen Wettbewerbsrunde setzten sich folgende Projekte durch (Fotos von den Preisträgerinnen und Preisträgern sowie die detaillierten Projektbeschreibungen sind hier
http://www.jugendinnovativ.at/Satellite.aspx?&145=162&143=1743&8=36 abrufbar):
 
Engineering: Der erste Platz in der Kategorie Engineering ging an das Trio Florian Durst, Christian Siber und Thomas Rosenstatter von der HTBLuVA Salzburg. Die kreativen Schüler entwickelten einen Hightech-Dummy mit messbarem Herzschlag und simulierten Kreislaufschwankungen. „FRED“, der mit vollem Namen First Aid Rescue Education Dummy heißt, ist ein Hightech-Modell, das Notärzten und -ärztinnen praxisnahes Training ermöglicht.

Business: In der Kategorie Business konnten Rosemarie Gruber, Rupert Winter und Lukas Wallner der BHAK/BHAS St. Johann im Pongau die Expert/innen-Jury mit ihrem Projekt „Libra F&B-Manager“ überzeugen. Sie entwickelten eine Datenbank, die kleinere Gastronomiebetriebe unterstützt, adäquat kalkulierte Verkaufspreise zu ermitteln. Die benutzerfreundliche Software erleichtert es den Gastronomen die richtigen preis- und sortimentspolitischen Entscheidungen zu treffen.

 

Science: Mit dem Hauptpreis in der Kategorie Science wurde das Projekt „Geschmäcker sind verschieden – Gene auch!“ der HLFS Ursprung aus Salzburg ausgezeichnet. Die 25 Schülerinnen und Schüler erbrachten den Beweis, dass ein Zusammenhang zwischen dem Geschmacksempfinden von Stevia, einem natürlichen Süßstoff, und dem menschlichen Erbgut besteht. Dafür wurde das Gen TAS2R38, verantwortlich für das Empfinden von bitterem Geschmack, anhand von DNA-Proben von über 400 Versuchspersonen untersucht.

 

Design: In der Kategorie Design ging der Hauptpreis an das 8-köpfige Schülerinnen-Team der HLA für Mode und Bekleidungstechnik sowie künstlerische Gestaltung  - Die Herbststraße  aus Wien mit dem Projekt „Tier-Time“. Maria Groiss und ihre Kolleginnen entwickelten Trinkbecher, die tierisches Teevergnügen garantieren. Die innovativen Schnabeltassen stehen auf soliden Füßen und geben ihre wahre Identität erst preis, wenn sie hochgehoben und zum Mund geführt werden: Entenschnäbel, Hundeschnauzen, Löwenmäuler & Co kommen zum Vorschein und machen die Tea-Time zur „Tier-Time“.

 

Sonderpreis IKT: T-Systems Austria als Kooperationspartner ermöglichte heuer zum fünften Mal den Sonderpreis in der Kategorie Informations- und Kommunikationstechnik (IKT), deren Siegerinnen und Sieger mit dem T-Systems Young Innovation Award 2011 ausgezeichnet werden. Der Award ging an die HTBLA Perg für das Projekt „AVIO“ der beiden Schüler Patrick Marksteiner und Patrick Neulinger. AVIO ist eine Flugdrohne, die autonom nach Lawinenopfern sucht und die Position von Verschütteten durch Rauchpatronen markiert – ein Projekt, das hilft, Leben zu retten.

Sonderpreis Klimaschutz: Den Sonderpreis der Raiffeisen Klimaschutz Initiative erhielten Schülerinnen und Schüler der HTL Wels mit ihrem Projekt „Wintergarten“. Bianca Biebl, David Hirt, Richard Reizelsdorfer, Michael Haider und Alex Seifriedsberger entwickelten ein Beschattungssystem für Wintergärten, das eine ökologisch verantwortungsvolle Nutzung der Sonnenenergie ermöglicht. Der innovative Sonnenschutz reagiert vollautomatisch auf die Änderung der Sonneneinstrahlung und stellt gleichzeitig die überschüssige Energie zur Warmwassererwärmung zur Verfügung.

 

Dank der Unterstützung der Raiffeisenclubs gab es heuer wieder fünf Halbfinal-Events in St. Pölten, Klaus in Vorarlberg, Braunau, Wien und Klagenfurt. Dort wurden im Vorfeld die besten Projekte aus den Bundesländern präsentiert und die Tickets zum großen Wettbewerbsfinale 2011 verliehen.

 

Attraktive Preise für die talentierten Nachwuchsforscher/innen

Die Siegerinnen und Sieger von Jugend Innovativ erhalten Geldpreise in der Höhe von insgesamt 32.000,- Euro. Zudem werden die Teams zu internationalen Innovations- und Wissenschaftswettbewerben in Europa, in die USA und nach Asien entsandt. „Die Wettbewerbsteilnahme ist für viele ein erster wichtiger Karriereschritt. Engagierte junge Menschen erhalten die einmalige Chance, ihr schulisches Wissen um wertvolle Praxiserfahrungen zu erweitern. Für den Wirtschaftsstandort Österreich sind neue Ideen und schlaue Problemlösungen der Nährboden, auf dem wettbewerbsfähige Unternehmen von morgen entstehen“, betont Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der austria wirtschaftsservice, der abschließend nochmals allen Preisträgerinnen und Preisträgern gratulierte.

 

Der Wettbewerb Jugend Innovativ fördert Schlüsselqualifikationen für die Berufskarriere

Jugend Innovativ ist der größte österreichweite Schulwettbewerb für innovative Ideen. Der Wettbewerb ermöglicht jungen Menschen, ihre eigenen Ideen weiterzuentwickeln, zu verwirklichen und der Öffentlichkeit zu präsentieren. So werden neue Chancen für die zukünftige Laufbahn der Schülerinnen und Schüler gebildet. „Innovationsfähigkeit und Kreativität werden in einer dynamischen und wissensbasierten Gesellschaft immer wichtiger, um die persönlichen Ziele Jugendlicher zu erreichen. Diese grundlegenden Kompetenzen, die von der jungen Generation im Berufsleben erwartet werden, werden durch den Wett­bewerb Jugend Innovativ bereits im Schulalter gefördert“, erklärt Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied.

 

Weitere Informationen über den Wettbewerb, die Siegerprojekte sowie Fotos der aktuellen Gewinnerinnen und Gewinner sind im Internet unter www.jugendinnovativ.at (http://www.jugendinnovativ.at/Satellite.aspx?&145=162&143=1743&8=31) abrufbar.

 

Über Jugend Innovativ

Ziel des österreichweiten Schüler/innen-Wettbewerbes ist, das Kreativitätspotenzial, die Innovationskraft und den Ideenreichtum junger Talente und Nachwuchsforscher/innen zu fördern und ans Tageslicht zu bringen. Die Teilnahme bietet innovativen Schüler/innen und Lehrlingen im Alter von 15 bis 20 Jahren die einmalige Chance, eine Idee zu einem umfassenden Projekt weiter zu entwickeln. Bisher haben 5.500 Projekt-Teams am Wettbewerb teilgenommen, die insgesamt Zuschüsse in der Höhe von 1,3 Millionen Euro für ihre Projekte erhielten.

 

 

www.jugendinnovativ.at