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HTL Zeltweg beeindruckt mit bilingualem Unterricht schwedische Delegation
Interessierte Gäste aus dem hohen Norden Europas durften Dir. DI Gerhard Srteinbrucker, Abteilungsvorstand DI Berthold Scheiber und Werkstättenleiter Ing. Werner Schurian in der HTL Zeltweg dieser Tage begrüßen. Eine Abordnung der Göranssonska Skolan aus Sandvik in Schweden unter der Führung der Rektorin Katarina Ivarsson besuchte die Schule und zeigte sich tief beeindruckt. Die skandinavische Schule wird zu einem Großteil von der Firma Sandvik finanziert und ist auf die Ausbildung im Bereich Maschinenbau spezialisiert. Neben der modernen Werkstatt der HTL Zeltweg gefiel auch besonders der bilinguale Unterricht in den zentralen Gegenständen Verbrennungsmotoren, Baustil und SAP, der seit diesem Schuljahr angeboten wird. Diese Notwendigkeit der englischen Kommunikation kennen die Gäste aus Schweden aus eigener Erfahrung im Sandvik-Konzern, wobei die HTL Zeltweg bei der Vermittlung der Sprache mit auslandserfahrenen Technikern punkten kann. Positiv überrascht waren die Besucher auch darüber, dass als Voraussetzung für die Lehrerinnen und Lehrer des fachtheoretischen und fachpraktischen Unterrichts an der HTL eine mehrjährige Berufspraxis vorgeschrieben ist. Damit kann sichergestellt werden, dass die Vernetzung mit den Anforderungen der Wirtschaft erhalten bleibt und der vermittelte Lehrstoff aktuell ist. Diese Praxisnähe ist es auch, die die Schülerinnen und Schüler stolz auf ihre Schule macht – ein Stolz und eine Identifikation, die auch die schwedische Delegation beeindruckte.
Ebenfalls großes Interesse zeigten die Verantwortlichen der Göranssonska Skolan am „Mädchen in der Technik“-Programm der HTL Zeltweg, da sie in Schweden mit ähnlichen sozialpolitischen Problemen konfrontiert sind. Ihre derartigen Aktivitäten starten dabei aber bereits in Kooperationen im Primärschulbereich, was von Dir. Steinbrucker und AV Scheiber interessiert aufgenommen wurde. Einig ist man sich hier, dass ein Umdenken in diesem Bereich nur über einen breiten Konsens der Gesellschaft herbeigeführt werden kann. Neben diesen Aktivtäten überraschte die Besucher aus Schweden aber auch die hohe Akzeptanz der Absolventinnen und Absolventen der HTL, die zur einen Hälfte unmittelbar einen Arbeitsplatz finden, während die andere Hälfte einen höheren Abschluss an den diversen Universitäten und Fachschulen anstreben. Die nahezu 100%-ige Jobsicherheit der Zeltweger HTL-Absolventinnen und Absolventen ist in der schwedischen Region mit einer Jugendarbeitslosigkeit im hohen zweistelligen Bereich ein kaum erreichbares Ziel.
Die interessante und bereichernde Kommunikation zwischen den schwedischen und österreichischen Lehrerinnen und Lehrern soll in den nächsten Jahren noch verstärkt werden. Neben einer Gegeneinladung wurden auch schwedische Schüler im Rahmen eines Österreichaufenthaltes im Frühjahr eingeladen, sowie Kontakte zur Kooperation der Zeltweger und Sandviker Juniorfirmen geknüpft. Mit diesen Aktivitäten setzt die HTL Zeltweg weitere Schritte zu einer Internationalisierung, die in der heutigen globalisierten Welt unabdingbar ist.
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