Bildungsangebote

Die technisch-gewerblichen und kunstgewerblichen mittleren und höheren Schulen sehen primär Bildungsangebote für die berufliche Erstausbildung vor. Zu diesen gehören:

  • Die 5-jährigen höheren Lehranstalten (HTL), die die 9. bis 13. Schulstufe umfassen, vom Beginn weg in die Theorie und Praxis des jeweiligen Fachgebiets einführen und im letzten Jahr postsekundäre Lehr- und Lernformen aufweisen; die höheren Lehranstalten werden mit einer Reife- und Diplomprüfung abgeschlossen;
  • die 4-jährigen Fachschulen (9. bis 12. Schulstufe), die mit einer Abschlussprüfung abgeschlossen werden und über Aufbaulehrgänge, die Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung an den postsekundären Sektor angeschlossen sind;
  • die 2-jährigen Aufbaulehrgänge, die die Absolventen/innen aus facheinschlägigen Fachschulen zum Bildungsziel der entsprechenden 5-jährigen höheren Lehranstalten führen; bei 3-jährigen Fachschulen ist vor Eintritt in den Aufbaulehrgang ein so genannter Vorbereitungslehrgang zu absolvieren;
  • die (postsekundären) 4-semestrigen Kollegs (13. bis 14. Schulstufe), die eine Universitäts-/ Hochschulreife voraussetzen und mit einer Diplomprüfung abgeschlossen werden.

Neben der beruflichen Erstausbildung gibt es auch ein differenziertes Weiterbildungsangebot für Berufstätige. Dazu gehören:

  • die 8-semestrigen höheren Lehranstalten für Berufstätige, die zum selben Bildungsziel führen wie die entsprechenden 5-jährigen höheren Lehranstalten und in modularer Form aufgebaut sind. Personen mit abgeschlossener Lehre beginnen im 1. Semester, Absolventen/innen von Fachschulen oder Werkmeisterschulen steigen in das dritte Semester ein;
  • die 6-semestrigen Kollegs für Berufstätige („Abendkollegs“), die in den letzten vier Semestern mit den entsprechenden Semestern der höheren Lehranstalt für Berufstätige übereinstimmen, wie die 4-semestrigen Kollegs eine Universitäts-/ Hochschulreife voraussetzen und mit einer Diplomprüfung abgeschlossen werden;
  • die 7-semestrigen Fachschulen für Berufstätige, die mit einer Abschlussprüfung abgeschlossen werden und über Aufbaulehrgänge, die Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung an den postsekundären Sektor angeschlossen sind;
  • die Werkmeister-, Bauhandwerker- und Meisterschulen, die mit einer Abschlussprüfung abgeschlossen werden und der beruflichen Höherqualifizierung dienen.

Download: Downloadibw Studie "Mittelfristige Perspektiven der HTL"