HTL: facts and figures 2015

 Rund 100 Standorte mit Bildungsangeboten im Gesamtbereich der Technik

Aktuell gibt es rund 100 BMHS - Standorte mit technischen, technisch-gewerblichen oderkunstgewerblichen Bildungsangeboten. Die Standorte umfassen 75 HTLs (davon 20 mit privater Schulerhalterschaft) und ca. 30 Werkmeisterschulen, die überwiegend vom WIFI und dem BFI geführt werden. Die Bildungsangebote bestehen aus den 5-jährigen Höheren technischen Lehranstalten, den 4-jährigen Fachschulen, den 8-semestrigen HTLs für Berufstätige, den Kollegs (4-semestrig als Tagesform, 6-semestrig berufsbegleitend) sowie den Werkmeister-, Bauhandwerker- und Meisterschulen. Alle gängigen technischen, technisch-gewerblichen und kunstgewerblichen Disziplinen der gewerblichen und industriellen Wirtschaft sind durch entsprechende Angebote abgedeckt und gliedern sich in die Fachrichtungen Art and Design, Bautechnik, Biomedizin- und Gesundheitstechnik, Chemieingenieure, Elektrotechnik, Elektronik und Technische Informatik, Flugtechnik, Gebäudetechnik, Grafik und Kommunikationsdesign, Informatik, Informationstechnologie, Innenarchitektur und Holztechnik, Kunststofftechnik, Lebensmitteltechnologie, Maschinenbau, Mechatronik, Medien, Medieningenieure und Printtechnologie, Rohstoff- und Energietechnik, Werkstofftechnik und Wirtschaftsingenieure.

Gesamtentwicklung

Zu Beginn des Schuljahres 2015/16 betrug die Gesamtzahl der HTL-Schülerinnen und Schüler 63.211; das bedeutet eine leichte Abnahme gegenüber dem Vorjahr (-0,3%). Im Burgenland, in Kärnten und Oberösterreich, in der Steiermark, in Tirol und in Wien gab es praktisch keine Veränderungen. Niederösterreich, Salzburg Vorarlberg zeigen Abnahmen (Niederösterreich – 1,82%, Oberösterreich -1,6% und Vorarlberg -1,8%). In den Zentrallehranstalten zeigt sich eine Zunahme von 3,1%. Die 5-jährigen Höheren Lehranstalten verzeichnen eine leichte Abnahme (um0,3% auf 45.423). Eine Abnahme gibt es wieder bei den Fachschulen (–3,3% auf 7.795).

Starke Zuwächse vor allem in den Bereichen "Medien", "Chemie" und „Informatik/ Informationstechnologie“

Innerhalb der HTL-Fachrichtungen sind die Zuwächse in den Bereichen "Medien" (+8,4%), "Informatik/Informationstechnologie" (+3,7%) und "Chemie" (+2,7%) überdurchschnittlich. Der Bereich "Maschinenbau/Mechatronik" ist gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben. Eine starke Abnahme gibt es dagegen in den Bereichen "Bautechnik" (-3,9%), "Elektronik/Elektrotechnik" (-2,2%) und"Design" (-2,1%). Leichte Abnahmen verzeichnen die Bereiche „Innenarchitektur&Holztechnik“ (-1,1%), „Werkstoffe“ (-1,4%) und „Wirtschaftsingenieure“ (-1,3%).

Absolventen/innen der Höheren Lehranstalten

Im Jahr 2016 wird es rund 8.300 Absolventinnen und Absolventen der Höheren Lehranstalten (Veränderung gegenüber dem Vorjahr -4,2%; alle Fachrichtungen einschl. Sonderformen) und ca. 1.500 Absolventinnen und Absolventen der Fachschulen geben (-9,4% gegenüber dem Vorjahr).

Wie in den Vorjahren: Zunehmende Attraktivität der HTLs für Schülerinnen

Der Schülerinnenanteil an den technischen, gewerblichen und kunstgewerblichen Schulen beträgt im Schuljahr 2015/16 österreichweit 17,01%, das bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 2,3%. Der Schülerinnenanteil ist überdurchschnittlich in Wien (20,6%), in Vorarlberg (20,2%), in Tirol (18,6%), in Salzburg und in der Steiermark (18%). In Oberösterreich und in Kärnten liegen die Schülerinnenanteile bei ca. 15%, in Niederösterreich (13,8%) und im Burgenland (10,6%).

Nach Schularten liegt der Schülerinnenanteil in den Meisterschulen (44,4%) und Aufbaulehrgänge/Kollegs (36,9%) – wie schon in den Vorjahren - am höchsten. Bei den Fachrichtungen der 5-jährigen Höheren Lehranstalten weist traditionell der Bereich "Kunst&Design" einen Spitzenwert auf (72,5%). Überdurchschnittlich hoch sind die Werte auch im Bereich "Medien" (57,9%), im Bereich "Innenarchitektur/Holztechnik" (40,1%), "Chemie" (38,3%), in der "Bautechnik" (21,7%), im Bereich "Werk- und Rohstoffe" (15,1%) und im Bereich "Wirtschaftsingenieure" (14%).  Einstellige Anteile gibt es weiterhin in der "Informatik/Informationstechnologie" (8,2%), in der "Elektrotechnik/Elektronik" (8%) und im Bereich "Maschinenbau/ Mechatronik" (5,4%).

HTL für Berufstätige

Die Gesamtzahl der Studierenden an den Höheren Lehranstalten für Berufstätige (HTL-B, einschl. Vorbereitungslehrgänge) ist um 2,5% auf 6.107 gestiegen. Eine beachtliche Zunahme erfolgte wie im Vorjahr im Bereich "Informatik" (+8). Weitere Zunahmen verzeichnen die Bereiche Chemie (+5,6%), „Bautechnik“ (+4,4%), "Maschineningenieure/Mechatronik" (+3%), "Elektrotechnik/Elektronik" (+1,1%). In den Bereichen "Wirtschaftsingenieure" (-3,7%) und „Kunst&Design“ (-0,8%) sind Abnahmen zu verzeichnen

Bedarf an HTL-Lehrkräften

Derzeit unterrichten an den HTLs rund 5.300 Professoren/innen fachtheoretische undallgemeinbildende Gegenstände und rund 2.200 Fachlehrer/innen im Bauhof bzw. den Werkstätten und Werkstättenlaboratorien. Das mittlere Alter der Professoren/innen beträgt 50 Jahre, rund 2.000 dieser Lehrkräfte sind zwischen 51 und 60 Jahre. Bei den Fachlehrkräften beträgt das mittlere Alter 49 Jahre und rund 800 Lehrkräfte sind zwischen 51 und 60 Jahre.Die Rekrutierung des erforderlichen Lehrpersonals wird weiter eine der großenHerausforderungen der kommenden Jahre bleiben.