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STELLUNGNAHME 1 - Verband der DirektorInnen und AbteilungsvorständInnen der HTL´s

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Von: johann.wiedlack@htlstp.at [mailto:johann.wiedlack@htlstp.ac.at]
Gesendet: Mittwoch, 12. April 2017 11:51
An: katharina.sigl@festo.com
Betreff: Industrie 4.0 und die österreichischen HTLs

Sehr geehrte Frau Sigl!

Als Obmann des Verbandes der DirektorInnen und AbteilungsvorständInnen des höheren technischen Schulwesens und auch als Direktor der HTL St. Pölten fühle ich mich gedrängt, auf Ihren Artikel in der Presse vom 26. 03. 2017 zu antworten, zumal sich sowohl die Leitung unserer Fachabteilung im Ministerium als auch unsere Partner in der Industriellenvereinigung sehr irritiert an mich gewandt haben. Mir selbst ist die genannte Studie und auch Makam Research nicht bekannt, ich kann mir aber nur schwer vorstellen, dass irgendjemand mit Fachkompetenz aus dem Bereichs unseres Schulwesens die zitierten Antworten gegeben haben könnte.
Für die HTLs, besonders jene mit Abteilungen wie Automatisierungstechnik, Elektronik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik, etc., hat das Thema Industrie 4.0 seit geraumer Zeit hohe Priorität und wir investieren sehr viel von unseren Budgets, um hier auf dem Stand der Technik zu bleiben. Erst am 7./8. März fand in unserem neuen Haus in St. Pölten eine österreichweite Tagung „HTL 4.0 meets Industie 4.0“ mit großem Erfolg statt, bei der praktisch alle HTLs Österreichs vertreten waren. Eine Reihe von Keynote-Referenten aus dem In- und Ausland bestätigte unsere Sicht der Dinge und zeigte sich auch angetan von unseren Initiativen, die in allen Fachrichtungen intensiv betrieben werden.
An der HTL St. Pölten hatten wir schon im Vorjahr Herrn Studnitzka und sein Team zu einem Vortag über I 4.0 zu Gast, dem auch zahlreiche Vertreter aus anderen HTLs aus NÖ beiwohnten. Mit Herrn Studnitzka pflegen wir eine langjährige, herzliche Beziehung, er weiß um unsere Anstrengungen, auf dem neuesten Stand zu bleiben, aber auch um das Faktum, dass der Ankauf fertiger Komplettlösungen unsere Budgets übersteigen.
Gestatten Sie mir noch einmal, im Namen aller österreichischen HTLs meiner Irritation über die uns betreffenden Passagen in dem Presseartikel Ausdruck zu verleihen. Ich befürchte, dass damit sehr viel Porzellan zerschlagen wurde und hoffe, dass die guten Beziehungen zwischen unseren Schulen und Festo Didactic keinen nachhaltigen Schaden genommen haben. Rechnen Sie jedenfalls damit, dass Ihre Mitarbeiter bei Kontakten mit den Schulen kritisch auf den Artikel angesprochen werden.

In der Hoffnung auf weiterhin gute Zusammenarbeit, mit freundlichen Grüßen

Johann Wiedlack



HR DI Johann Wiedlack, MSc
Direktor der HTL St. Pölten, Verbandsobmann der DirektorInnen und AbteilungsvorständInnen
Waldstr. 3
3100 St. Pölten
johann.wiedlack@htlstp.ac.at