facts & figures 2011

Rund 100 Standorte mit Bildungsangeboten im Gesamtbereich der Technik

Aktuell gibt es 102 BMHS - Standorte mit technischen, technisch-gewerblichen oder kunstgewerblichen Bildungsangeboten. Die Standorte umfassen 76 HTLs (davon 23 mit privater Schulerhalterschaft) und 26 Werkmeisterschulen, die überwiegend vom WIFI und dem BFI geführt werden. Die Bildungsangebote bestehen aus den 5-jährigen Höheren technischen Lehranstalten, den 4-jährigen Fachschulen, den 8-semestrigen HTLs für Berufstätige, den Kollegs (4-semestrig als Tagesform, 6-semestrig berufsbegleitend) sowie den Werkmeister-, Bauhandwerker- und Meisterschulen. Alle gängigen technischen, technisch-gewerblichen und kunstgewerblichen Disziplinen der gewerblichen und industriellen Wirtschaft sind durch entsprechende Angebote abgedeckt und gliedern sich in die Fachrichtungen Bautechnik, Betriebsmanagement, Biomedizin- und Gesundheitstechnik, Chemie, Chemieingenieurwesen, Elektrotechnik, Elektronik u. Technische Informatik, Gebäudetechnik, Grafik- und Kommunikationsdesign, Informatik, Informationstechnologie, Innenraumgestaltung und Holztechnik, Kunst und Design, Kunststofftechnik, Lebensmitteltechnologie, Maschineningenieurwesen bzw. Maschinenbau, Mechatronik, Medientechnik und Medienmanagement, Werkstofftechnik und Wirtschaftsingenieurwesen.

 

Gesamtentwicklung

Zu Beginn des Schuljahres 2011/12 betrug die Gesamtzahl der HTL-Schülerinnen und Schüler 62.489; das bedeutet eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahr (+0,3%). Im Burgenland und Niederösterreich gab es praktisch keine Veränderung. Salzburg, Vorarlberg, Tirol, Wien und Kärnten verzeichneten Zuwächse (Salzburg +4,9%, Vorarlberg +2,9%, Tirol 2%, Wien +1,4% und Kärnten 0,4%). Die Bundesländer Steiermark sowie Oberösterreich verzeichneten eine leichte Abnahme (zwischen 1,4% und 2,2%). Die 5-jährigen Höheren Lehranstalten verzeichnen - wie auch in den letzten Jahren - einen Zuwachs (um 0,8% auf 44.323). Die Fachschulen verzeichnen eine Abnahme (um – 2,8% auf 8.867).

 

Starke Zuwächse vor allem in den Bereichen "Holztechnik" und "Medientechnik"

Innerhalb der HTL-Fachrichtungen sind die Zuwächse in den Bereichen "Holz" (+3,3%) und „Bautechnik“ (+1,9%) überdurchschnittlich. Bemerkenswert ist auch der Zuwachs in den kleineren Fachrichtungen, namentlich "Medientechnik" (+8,7%) und "Kunst und Design" (+1,6%). Rückgänge gibt es dagegen in den Bereichen Wirtschaftsingenieurwesen/ Betriebsmanagement (-4,2%) und "Elektrotechnik/Elektronik" (-1%).  In den anderen Fachrichtungen sind praktisch keine Veränderungen zu verzeichnen.

 

Absolventen/innen der Höheren Lehranstalten

Im Jahr 2012 wird es rund 9.000 Absolventinnen und Absolventen der Höheren Lehranstalten (Veränderung gegenüber dem Vorjahr +2,8%; alle Fachrichtungen einschl. Sonderformen) und ca. 1.900 Absolventinnen und Absolventen der Fachschulen geben (+4,6% gegenüber dem Vorjahr).

 

Wie in den Vorjahren: Zunehmende Attraktivität der HTLs für Schülerinnen

Der Schülerinnenanteil an den technischen, gewerblichen und kunstgewerblichen Schulen

beträgt im Schuljahr 2011/12 österreichweit 15,6% (Steigerung gegenüber dem Vorjahr um (2,7%) und ist überdurchschnittlich in Vorarlberg (19,8%), in Tirol und Wien (18,9%), in der Steiermark (16,3%) und in Salzburg(16%). In Kärnten und Oberösterreich liegen die Schülerinnenanteile bei ca. 14%, in Niederösterreich und im Burgenland zwischen 11% und 12,6%. Nach Schularten liegt der Schülerinnenanteil in den Meisterschulen (44,6%) und Kollegs (38,8%) am höchsten. Bei den Fachrichtungen der 5-jährigen Höheren Lehranstalten weist traditionell die "Kunst" einen Spitzenwert (70%) auf. Überdurchschnittlich hoch sind die Werte auch in der "Medientechnik" (57,2%), im Bereich "Holz" (34,1%), in der "Chemie" (33,7%), und in der "Bautechnik" (21,2%), im „Wirtschaftsingenieurwesen/ Betriebsmanagement" (16,6%) und im "Werkstoffingenieurwesen" (15%). Einstellige Anteile gibt es weiterhin in der "Informatik/Informationstechnologie" (8,8%), in der "Elektrotechnik/ Elektronik" (6,2%) und im "Maschineningenieurwesen/Mechatronik" (4,2%).

 

HTL für Berufstätige

Die Gesamtzahl der Studierenden an den Höheren Lehranstalten für Berufstätige (HTL-B, einschl. Vorbereitungslehrgänge) sind um 0,2% auf 5.715 gestiegen. Eine beachtliche Zunahme erfolgte in den Bereichen der „Kunst“ (+15,8%), der „Bautechnik“ (+5,8%) und im „Maschineningenieurwesen/ Mechatronik“ (+2,3%). Abnahmen gibt es vor allem in der „Elektrotechnik/Elektronik“ und im „Wirtschaftsingenieurwesen/Betriebsmanagement" (zwischen 2% und 4%). 

 

In einigen Jahren akuter Bedarf an HTL-Lehrkräften 

Derzeit unterrichten an den HTLs rund 5.100 Professoren/innen fachtheoretische und allgemeinbildende Gegenstände und rund 2.200 Fachlehrer/innen im Bauhof bzw. den Werkstätten und Werkstätten-laboratorien. Das mittlere Alter der Professoren/innen beträgt 49 Jahre, rund 1.900 dieser Lehrkräfte sind zwischen 51 und 60 Jahre. Bei den Fachlehrkräften beträgt das mittlere Alter 47 Jahre und rund 800 Lehrkräfte sind zwischen 51 und 60 Jahre. Die Rekrutierung des erforderlichen Lehrpersonals wird weiter eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre sein.

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